Am 19.10.2015 wurde in Tübingen der Verein "Lymphnetz Neckaralb" gegründet

Der Verein hat den Zweck, die Behandlung an einem Lymphödem erkrankter Menschen nach aktuellen medizinischen Standards sicherzustellen und zu optimieren. Dies soll u.a. durch Information der betroffenen Patienten, sowie durch Fortbildung der Fachkreise (Ärzte, Physiotherapeuten, Masseure, Sanitätshäuser, Kliniken) und deren intensiver Zusammenarbeit erreicht werden. Außerdem veranstaltet der Verein öffentliche Fortbildungen für Betroffene, in denen das Wissen über das Krankheitsbild des Lymphödems und dessen Behandlung nach neuesten Erkenntnissen vermittelt werden oder unterstützt derartige Schulungsmaßnahmen. Daneben soll die für den Behandlungserfolg wichtige interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Ärzten, Therapeuten und Sanitätshäusern durch einheitliche Mess- und Dokumentationsverfahren auf Basis anerkannter Expertenstandards gefördert werden.

In den Vorstand des Vereins wurden Frau Prof. Dr. med. Anke Strölin (Vorsitzende), Herr Dr. med. Jochen Schwarz, Frau Elvira Ratzel-van IJsselmuiden (1. Stellvertretende Vorsitzende), Herr Henning Inselmann, Frau Veronika Schulz und Herr Roland Schmid (2. Stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister) gewählt.

Kontakt:

Lymphnetz Neckaralb
Handwerkerpark 25
72070 Tübingen
E-Mail: info (at) lymphnetz-neckaralb (dot) de


Zusatzinformation Lymphödem

Bei einem Lymphödem handelt es sich um eine Ansammlung eiweißhaltiger Flüssigkeiten im Zwischenzellgewebe. Werden diese vom Körper produzierten Stoffe nicht optimal über die Lymphbahnen abtransportiert, führt dies zu Schwellungen. Diese treten meist in Armen und Beinen, seltener im Brust- und Rumpfbereich auf.

Das Lymphödem kann angeboren sein, z.B. durch falsch oder nicht angelegte Lymphgefäße (primäres Lymphödem) oder durch eine Operation, Bestrahlungstherapie oder eine Unfallverletzung entstehen (sekundäres Lymphödem).

Die leicht oder stärker sichtbaren Schwellungen beeinträchtigen die Lebensqualität. Die Betroffenen können in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt ein.

Die Behandlung erfolgt in aller Regel durch manuelle Lymphdrainage, Kompressionsbandagierung und Kompressionsbestrumpfung auf Basis einer ärztlichen Befundung und Therapiefestlegung.

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